Michico Friedrich
 

Ausführung von Shiatsu

Shiatsu wird vorwiegend am Boden (Matte, Futon) in traditioneller Körperhaltung, im direkten Hautkontakt oder durch indirekte Berührung (bekleidet) und ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln ausgeführt.

Der Druck wird senkrecht, stabil, zunehmend oder bewegt aus der Körpermitte (Hara) durch den Einsatz des Körpergewichts (mit der Schwerkraft und ohne Kraftanwendung) mit Händen, Daumen, Fingern, Fingerknöchel, Ellbogen, Knien und Füßen ausgeübt.

Wirkungsweise von Shiatsu

Der Druck auf die Meridiane und Tsubos (Energiepunkte), Gelenke, Muskeln und Sehnen löst energetische Blockaden (Spannungszustände, Krämpfe,…) und fördert den Fluss der Energie.

Shiatsu stimuliert das autonome Nervensystem (Parasympathikus) und hat somit eine ausgleichende (beruhigende oder belebende) Wirkung auf die Herzfrequenz, die Atmung, den Muskeltonus. Auf diese Weise werden Beruhigung und Entspannung wie auch Aktivierung ermöglicht, welche die Selbstheilungskräfte von Körper, Seele und Geist (als komplexes, wechselseitig abhängiges System) anregen und zur Wiederherstellung, Förderung und Aufrechterhaltung des energetischen Gleichgewichts (innere Balance und Ausgeglichenheit) führen. Innere Heilungs- und Wachstumsprozesse werden dadurch unterstützt und ermöglicht ebenso wie der dynamische Prozess der Regenerationsfähigkeit des Menschen.

Shiatsu unterstützt und fördert insbesondere auch Wachstums- und Reifungsprozesse. Es begleitet in schwierigen Lebensphasen und erleichtert den Übergang von einem Lebensabschnitt zum nächsten, wie z.B. Pubertät, Midlifecrisis, Menopause, Altern.

Indikationen und Kontraindikationen von Shiatsu

Konkrete Beschwerden, deren Heilungsprozess durch Shiatsu gefördert werden kann, sind vor allem funktionale Befindlichkeits- und psychosomatische Störungen wie zum Beispiel Verdauungsprobleme, Störungen des vegetativen Nervensystems, Atemwegserkrankungen, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, u.ä., aber auch akute und chronische Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und im besonderen deren Prophylaxe.

Nach der Einnahme von starken Medikamenten, Alkohol, Drogen oder bei Zuständen geistiger Verwirrung des Klienten ist Shiatsu kontraindiziert. Besondere Umstände des Klienten , wie z.B. Schwangerschaft, Diabetes, Krampfadern, psychiatrische Behandlungen etc., muss der Shiatsu-Praktiker besonders berücksichtigen und die angewandte Form des Shiatsu entsprechend anpassen.

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